Samstag, 16. Februar 2013

"Rätsel zu nützlichem Wissen" mit Sven und Tomas am 16.02.2013

Und das ist der Beweis (berühmtes Schmidteinander-Zitat): Vogelkot ist weiß und stört bei Übermaß selbst den tierliebendsten Gärtner!@Hausmeister-Team, ersetzt dieses Beweisstück bitte bei Gelegenheit gegen ein schönes, passendes Foto.

Als Unterlege begleiteten uns gefühlte 150 Versionen von „Video killed the Radio Star
Das war doch gar nicht nötig, Tomas! Wir wissen doch aus Erfahrung, dass diese Vorhersehung sich als völlig falsch erwiesen hat!

1) Was ist der Unterschied zwischen einem Asteroiden und einem Meteoriten?
Astro = Stern/Asteroid = kleiner Stern/sternähnlich. Astrodoiden bewegen sich um die Sonne herum und gasen in ihrer Nähe nicht aus.
Meteoriten sind kleiner und treten in die Erdatmosphäre ein.

2) Was war zuerst: die Henne oder das Ei?
Laut Evolution war zuerst das Ei vorhanden. Und zwar von anderen Tiergattungen, irgendwann daraus ist die Henne entstanden. Entwicklungsgeschichtlich kommt das Leben aus dem Meer. Fische haben auch schon Eier gelegt, ein gaaanz altes Konzept also.

3) Werden Batterien leichter, wenn sie entladen sind?
Wenn wir eine normale Haushaltswaage verwenden würden, stellten wir fest, dass die Batterie nicht leider wurde.
Aus Sicht des „spezifischen Gewichts“ lautet die Antwort jedoch „ja“, denn Einsteins Relativitätsenergie lautet „je größer die Masse eines Körpers, desto größer ist die Ruheenergie“. Wenn eine Batterie Strom abgibt, verliert sie nach dieser Theorie an Masse. Mit dem Nachwiegen wird es jedoch schwer, denn es bewegt sich im Bereich von Milliardsteln Gewichtsprozenten.
Für @LaLeLu war völlig logisch: „sie wird auf jeden Fall leichter, sonst würdet ihr nicht so doof fragen“.

4) Warum haben Frauen öfter kalte Füße als Männer?
Dazu gibt es 2 Erklärungen:
a) Die Durchblutung der Frauen ist tendenziell schlechter, weil die reproduzierenden Organe eher durchblutet werden. Wenn der Körper mehr Wärme produzieren muss als er kann, schaltet er die Versorgung an den Extremen herunter, weil das nicht gesundheitsgefährdend ist.
b) Männer sind muskulöser (40 % ggü. 23 % bei Frauen). Muskeln produzieren Wärme, so dass Männer insgesamt wärmer sind.

5) Überleben Fische, die sich einen Wasserfall hinunterstürzen?
Fische treiben sich gerne in der Nähe von Wasserfällen herum (mehr Sauerstoff, viele Algen). Wenn sie nicht gerade auf Felsen geschwemmt werden, haben sie durch ihre Luftblase gute Chancen zum Überleben. Ihr größtes Problem, auf das deren Feinde lauern, ist eher die Desorientierung nach dem Fall.

6) Warum bekommt man „Schrumpel“-Finger und -Zehen, wenn man längere Zeit im Wasser ist?
Die Antwort besteht aus 2 Theorien:
a) Die Haut an Zehen und Fingern ist dünner als an den Beinen und daher mit einem Hornhautschutz überzogen. Die dicke Hornhaut „quellt auf“ (wird oben voluminöser).
@Sven Trulsen twitterte: Die Haut wird durch Osmose schrumpelig. Sven dankte mit der Zusatzinfo, dass die Hornhautzellen zwar biologisch abgestorben sind, aber noch relativ viele Salze enthalten. Wasser strebt immer in Richtung Salz.
b) Evolutionärer Vorteil, weil man Dinge, die rauh sind (Nahrung), besser festhalten kann.

Kaffeepause mit den Ärzten und „Radio brennt“ (1988)

7) Wodurch wird Schlafwandeln ausgelöst?
Vom Schlafwandeln sind am ehesten Kinder (zwischen 4 und 8 Jahren) betroffen.
Im Traum sind mit Ausnahme der Augen alle Muskeln abgeschaltet. Damit verhindert der Körper, dass wir die Traumbewegungen in Wirklichkeit umsetzen.
Armin erklärte nachvollziehbar an seiner Erfahrung mit seiner Katze, dass Schlafwandeln eine Störung des Aufwachmechanismus sein muss. „Im Gehirn ist da was ausgeschaltet“. Auch von der Kinderbetreuung wusste er, dass nach dem Zucken vor der Tiefschlafphase des Kindes keine intensive Aufsicht mehr notwendig ist.
Sven erklärte: Am EEG von Schlafwandlern zeigen sich Auffälligkeiten bei den Deltawellen. Die Gehirnströme geraten aus dem Takt. Schlafwandeln findet statt an der Grenze zwischen Traum und Aufwachen statt, die Muskulatur kriegt davon nichts mit, denn abweichend vom Verhalten der meisten Schläfer führt diese Phase zu nicht bewussten Aktivitäten und zum Aufstehen.

8) Warum können Papageien sprechen?
„Sie machen es, weil sie es können!“ Papageien haben weniger Muskelgruppen als andere Vögel, dafür aber eine außergewöhnlich dicke Zunge, mit denen - wie beim Menschen - ein Zungenschlag imitiert werden kann.
Papageien sind gesellig und leben in sozialen Kolonien. Andere männliche Singvögel müssen schön singen, um Weibchen anzulocken. Papageien können aufgrund ihrer körperlichen Fähigkeit „schwätzen“, indem sie einen Slang erlernen. Sie versuchen damit ihre Zugehörigen (zu denen auch Menschen gehören können) zu beeindrucken.

Dagi fühlte sich u.a. an die Textzeile vom „Dicke Hosen-Lied“ „Du nich“ von Knorkator erinnert:
„Ich hab n Wellensittich, der, wenn Besuch kommt „Besuch kommt“ sagt“

9) Warum sind Bleistiftspitzer oft aus Magnesium?
Magnesium lässt sich leicht verarbeiten und die Kleinteile (Klinge und Schräubsche) der Spitzgeräte bleiben auf diese Weise rostfrei.

10) Ist das Weltall wirklich so bunt, wie es auf den Bildern von Teleskopen erscheint?
Marcel erklärte: Sie sind keineswegs so bunt. Bei Aufnahmen kreiert man Composite- -Aufnahmen aus verschiedenen Wellenlängen und färbt es ein, um die verschiedenen Wellenspektren sichtbar zu machen.
Niels-Jörn beharrte darauf, dass die Bilder tatsächlich bunt sind, wir Menschen das aber nicht wahrnehmen können und daher unsere Composite-Aufnahmen nachhelfen. Klar ist: Es sind Fantasie-Farben, die helfen, dass wir Menschen die Unterschiede wahrnehmen können.

11) In welchen Monaten sterben die meisten Menschen?
Amin erklärte völlig richtig, dass dies je nach Region verschieden ist und etwas mit Wetter/Krankheitssituation zu tun hat. Hitzewellen haben wir selten, daher tippte er in unserer Region auf die Winterzeit (Grippeinfektionen mit Kälte und Schwäche), also zwischen Dezember und März. Die höchste Sterberate wird im Februar verzeichnet, der gesündeste Monate ist der September (keine Pollen/keine Hitze/kein Frost).

12) Warum sind Flussnamen in Schland mal männlich, mal weiblich?
Liegt an der geschichtlich unterschiedlichen Herkunft hierzulande. Im Lateinischen sind alle Flüsse männlich, Flussnamen dieses Landes unterliegen keiner Regel, sondern werden durch viele Faktoren bestimmt.

13) Welche Farbe nimmt ein Chamäleon an, wenn es in einem Raum voller Spiegel ist?
Es färbt sich in eine rote Drohfarbe, weil es sich vom eigenen Spiegelbild herausgefordert fühlt.

14) Warum ist Vogelkot so weiß?
Weil er sich mit dem Urin mischt, der ein kristallisierter Harnstoff ist. Er kristallisiert sich, weil Vögel wenig trinken, damit die Flüssigkeit nicht zum Ballast beim Fliegen wird.

15) Warum planen wir Mars-Missionen und keine Mission zur Venus?
Marcel war klar: „Die Venus ist viel zu heiß (über 400 Grad C), um einen Fuß darauf zu setzen und zu säurehaltig“. Auch der Luftdruck ist so hoch, dass nur flache Flundern überleben können.

16) Woher kommt der Effekt mit den rückwärtslaufenden Rädern im Film?
Bei Kutschfahrten in Western scheinen sich die großen Speichenräder rückwärts zu drehen. Das hat mit der 50 Hz-Frequenz zu tun (Armin informierte über den sog. Stroposkop-Effekt. Also wie beim Plattenspieler, wo man 45 oder 33 Umdrehungen einstellen muss).




Glückwunsch an Matthias, der mit seinen vagen Erinnerungen und selbst vermuteten Assoziationen sehr häufig "ins Schwarze" traf!

Punktenotation der 13 Teilnehmer am 16.02.2013:
1) Matthias/Bad Homburg: 17 Punkte
2) @lalelu2007de: 16 Punkte
3) Armin: 13 Punkte
4) Frank/Sindlingen: 10 Punkte
5) Ben: 5 Punkte
6) Marcel: 4 Punkte
6) Niels-Björn: 4 Punkte
8) Katrin: 3 Punkte
9) @Koffi69: 2 Punkte
9) @Dagi: 2 Punkte
9) @Sven Trulsen: 2 Punkte
9) @UbiqitäresGenuschel ‏@MorbusDupuytren: 2 Punkte
13) Ivo: 0 (für den Bergstraßengruß)

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