Samstag, 25. April 2015

Rätsel zur Schweiz mit Dagi und Sven am 25.04.2015

Rigi, die Königin der Berge (mit Riesen-Event-Zelt im Januar 2015)

Wir wären nicht das "Frankfurter Bürgerradio-Quiz", nähmen wir die Anregungen unserer Hörer nicht ernst: Am 12.12.2014 wünschte sich @bondaluh im Rahmen von „ab33t "Drogen"@12. November 2014 mit Stefan“ den uns unbekannten „Polo“. Dabei verwies er noch auf Schweizer Politiker und Prominente, die sehr offen über ihren Cannabiskonsum sprachen.

Hier nun der besonders ausführliche Spielbericht mit Fragen, die teilweise so nicht gestellt wurden (aber die dennoch von den Hörern beantwortet wurden); wie immer mit der Aufgabe „finde den sachlichen Fehler“, um Kommentare anzuregen.

Musik: Deep Purple – Smoke on the Water - 1971

  1. Welche Textteile beziehen sich auf die Schweiz?
    • We all came out to Montreux
    • On the Lake Geneva shoreline
    • The Swiss Time is running out
    • Funky Claude was running in and out
    (Ben erinnerte sich an Claude Nobs, Mitbegründer und langjähriger Leiter des Montreux Jazz Festivals, der 77jährig im Januar 2013 starb).

    Musik: Cheap Turtle– Smoke on the Water am 15.04.2005 im Sinkkasten (Deep Purple-Cover)
    Das Album “Machine Head“ wurde im Dezember 1971 in Montreux aufgenommen
    Nachdem ein Zappa-Fan während seines Konzerts mit einer Leuchtsignalpistole das Casino und das Nebengebäude, in dem Deep Purple residierten, in Brand steckte, mietete die Band das fast leerstehende Montreux Grand Hotel, wo die Gänge und Treppenhäuser zum Aufnahmestudio umgewandelt wurden. Nahezu alle Aufnahmen für das erfolgreichste Deep-Purple-Album erfolgten hier. Smoke on the Water war aber das einzige Lied, das nicht im Grand Hotel aufgenommen wurde; es wurde erst später vollendet

  2. Nennt Eure Assoziationen zur Schweiz!

    Katrin:
    Schweizer Franken, Bankgeheimnis, Heidi, Zugang nach Italien (Einnahmequelle), Zauberberg (Thomas Manns Roman über seinen siebenjährigen freiwilligen Aufenthalt im Lungen-Sanatorium in Davos), Nacht- Pinkelverbot in Wohnungen (weil die Wasserspülung eine Ruhestörung darstellt), Hermann Hesse und seine Frauen, spätes Frauenwahlrecht (wurde formell am 16. März 1971 wirksam durch Volksabstimmung, also dem männlichen Teil der Bevölkerung; bis zur Einführung in allen Kantonen vergingen allerdings noch weitere 20 Jahre), reiche Amis wollen in die Schweiz und umgekehrt, Schriftstellerin Milena Moser, Dichter/Politiker Gottfried Keller (die sich nicht leisten können, sind Fisch-Esser)

    Thorsten Dittmann ‏@lalelu2007de:
    - „guten morgen und grüezi - weil ihr heute schweizert mache ich großputz im laden, denn bei den eidgenossen ist es so sauber“, Schokolade, Sauberkeit, die „etwas schnellere“ Sprechweise, RICOLAAAA

    Bon daLuh ‏@bondaluh:
    Arroganz, aggressive Fahrweise und Arroganz, Emil Steinberger, DJ Bobo, Mario Botta, Leonhard Euler, Auguste Piccard

    Ben:
    Alphorn, Käse, Fondue, 4 Sprachen, Montreux Jazz Festival, Olmpisches Museum in Lausanne, Jean Müller von Rohrbach (Kunstfälscher, selbsternannter Sohn Dalis), teuer, keine Berufsarmee (doch, doch, wehrdienstpflichtig sind alle männlichen in der Schweiz wohnhaften Schweizer Bürger, die nicht Doppelbürger eines Staates sind, durch den sie von der Wehrdienstpflicht befreit sind), das rote Kreuz (Gegenteil zur Schweizer Flagge), Toblerone, Schweizer Wein, Swissair, Kernkompetenz Hotels/Hotelschulen, Rütli-Schwur, Freddie-Mercury (versammelte die Band im Januar 1991 in Montreux, um ihnen die Wahrheit über seinen Gesundheitszustand zu offenbaren, dort steht jetzt seine Statue), Phil Collins (Homebase in Féchy), Anni-Frid Synni Lyngstad (die Frida von Abba lebt in Zermatt), Stefanie Heinzmann

    Hau Wech ‏@trueffelhamster:
    Käsefondue, Uhren, Alphorn, Swatch, Smart (wir erfuhren: „die Idee zu diesem Auto stammt von Nicolas G. Hayek, dem Gründer der Swatch-Gruppe“), Schokolade

    Meistah Marcus ‏@meistah_m:
    yello, e wie emil, dj bobo, kein ß als Buchstaben, autobahnplakette, nestle, kurt felix, altjahrswoche (entspricht unserem "zwischen den jahren"), einstein arbeitete im berner patentamt als er die rela-theorie entwarf, Rütli-Schwur, Wilhelm-Tell, tina turner ist doch jetzt Schweizerin, bircher müsli, Fondue, jedes wort endet mit ch (ausgesprochen wie in mach), die schweizerische Waffengesetzgebung gilt als eine der liberalsten der Welt (da Besitz und Erwerb von Waffen und Munition grundsätzlich jedem unbescholtenen Bürger gestattet wird), Autobahnplakette, Nestle, Kurt Felix

    Patrick:
    Schweizergarde (typische Schweizer, die nicht auf Schweizer Grund ihren Lebensabschnitt bestreiten), Matterhorn, Uhren, Taschenmesser, DJ Bobo-hopse-hopse, Geierwally (bekannt durch Peter Steiners Hit 1995), Victorinox-Museum (Schweizer Offiziersmesser), Schlagzeugbecken von Paiste

    Ute:
    Wilhelm Tell, Calvinismus theologische Lehren des in der Republik Genf arbeitenden französischen Reformators Johannes Calvin), 3 Sprachen (nuja, eigentlich 4), Film „more than honey“ (Doku übers Bienensterben), Film Züri brennt, Nestle, Lebensmittelkonzern Hero

    Stephan K.:
    Einziges Land, das für 100 % seiner Bevölkerung Bunkerplätze bereit hielt (300.000 Bunker gibt es, mit mehr Plätzen als Einwohner), Bergbahnen, tolles pünktliches Eisenbahnnetz mit schönem General-Abo für 1 Tag

    Marcel:
    Peter Ustinov, Charlie Chaplin

    Peter/Sachsenhausen:
    Lindt-Sprüngli (hier ist an Ostern und Weihnachten alles voller Goldhasen). Im Off, weil letzter Anrufer: Max Frisch, Friedrich Dürrenmatt

    Justus:
    Hierzulande gibt es eine Beitragsbemessungsgrenze von Sechstausendundnochwas (in der Schweiz gibt es keine) aus zahlreichen Western weiß er, dass es darauf ankommt, beim Schießen schnell zu sein, aber die Schweizer mit ihren Waffen sind evtl. nicht kulturkompatibel.

    Musik: Rumpelstilz (mit Polo Hofer) – Kiosk (1975)
    Von @LaLeLu erkannt. @Bondaluh hätte lieber die Original-Switzerdytsch-Version gehört.

    Musik: 77 Bombay Street - 47 Millionaires (2010)

  3. Wieviel Prozent der Haushalte in der Schweiz besitzen ein investierbares Vermögen von mehr als 1 Mio USD?

    Circa 12 % (quasi an jeder Ecke). 2014 hatte die Schweiz ca. 435.000 Haushalte mit einem investierbaren Vermögen von über einer Million Dollar.
    Katrin schätzte 14 % (3 Punkte), Justus 5,38 % (2 Punkte), Ben 21 % (1 Punkt)

  4. Welche Schweizer Manager kennt Ihr, die deutsche Firmen erfolgreich berieten/beraten?

    Josef Ackermann (geboren in St. Gallen), von 2002 bis 2006 Vorstandssprecher, von 2006 bis Ende Mai 2012 alleinige Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Bank AG. Von März 2012 bis Ende August 2013 war er Verwaltungsratspräsident bei der Zurich Insurance Group. Seit 20.11.2014 ist er Aufsichtsratsvorsitzender der Bank of Cyprus.

    Alexander Fritz (wohnhaft in St. Gallen), besuchte zwar nicht die dort ansässige Business School, orientiert sich aber an deren Konzept „Integriertes Management“ und war tätig bei verschiedenen Modeunternehmen sowie bei der Quelle AG und Neckermann.

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    Leonhard Fischer, Spitzname Lenny Fischer, wurde im Frühjahr 2001 zum Vorstand der Allianz SE, als diese die Dresdner Bank übernahm und 2003 CEO der Schweizer Versicherungsgruppe Winterthur. Fischer wurde später u.a. Mitglied der Geschäftsleitung bei deren Eigentümerin Credit Suisse.

    Musik: BigFisch (mit Stefanie Heinzmann) - Chumm ins Wallis (2007)

  5. Welche Entscheidung der Schweizer Notenbank verursachte am 05.01.2015 eine Kehrtwende?
    Aufhebung des Mindestkurses von 1,20 Franken je Euro. Drei Jahre lang wurde am Mindestkurs festgehalten, die Aufhebung verursachte eine drastische Aufwertung des Frankens, so dass eine Schweiz-Reise für uns Deutsche noch viel teurer wird. Außerdem krachte die Schweizer Börse um mehr als zwölf Prozent nach unten. Größte Verlierer waren u.a. die Aktien von Swatch und des Zeitarbeit-Unternehmens Adecco.

    Marcel hatte in Erinnerung, dass die Schweizer Notenbank mit triftigem Grund erklärte, dass der Franken vom Euro entkoppelt wurde. Er wusste auch, dass deutsche Gemeinden (wie in Essen und im Rheingau beispielswiese) günstige Schweizer-Franken-Kredite aufnahmen und die Rückzahlung des Kredits richtig teuer wird.

    Musik: Dub Spencer & Trance Hill – Lost in the Supermarket
    Trance Dub für die Chill-Out Zones der Dance-Tempel, erdiger atmender Trance Dub von drei Zürichern. Instrumentaler Stilmix: Ambient, Trance, Jazz, Reggae & Dub, seit 2003 setzen sie sich zwischen alle Stühle.

  6. Welche Schweizer Firmen haben den größten Marktwert/Branding?

    1) Nescafé, eisern an der Spitze, aktuell wegen des Wachstums in Entwicklungsländern
    2) Roche (Pharma) - Ernst
    3) Nestle (Nahrungsmittel) – Katrin 2, Meistah 1 Punkt
    4) Rolex
    5) Novartis (Pharma) - Ernst
    6) Swisscom (Telekommunikation) - Stephan
    7) ABB (Dienstleister Energie- und Automationstechnik für Versorgungs- und Industrieunternehmen, Robotik und Energieverteilung)
    8) Credit Suisse (Bank) - Stephan
    9) UBS (Bank) – Ernst, ‏@meistah_m
    10) Zürich Versicherung – Ben
    12) Nespresso

    Peter war sicher, dass Lindt & Sprüngli ganz oben auf der Liste ist, Ben dachte an Tissot- und Omega-Uhren sowie Helvetia Versicherung mit Sitz in St. Gallen, ‏@meistah_m an Novartis.

    Hier schaltete sich der Finanzanalyst und Journalist Ernst ein, den wir geradezu abwürgen mussten in seinem kenntnisreichen Antwortsprudel (es waren ja nur 3 richtige Antworten zulässig).

    Musik: Stefan Eicher – I tell this night (1985)

  7. Woran denkt Ihr beim Begriff „Schweizer Präzision„?

    Schweizer Uhren
    vereinen nicht nur Qualität und höchste Ansprüche an die Verarbeitung, sondern sind auch langlebig und edel im Design. Hier muss nochmals dringend Deep Purples Textzeile erwähnt wurden “The Swiss Time is running out”.
    Armin meinte, dass alleine durch die mechanische Konstruktion die Zeit so genau gehalten wird. Konnte vom Team nicht bestätigt werden, da die Uhrmacher-Kenntnis völlig fehlen.

    Schweizer Messer
    Beim bekanntesten Taschenmesser handelt es sich um ein Armeemesser mit unerwarteten Möglichkeiten (es vereint kompakt unterschiedliche Aufgaben), das die Soldaten Ende des 19. Jahrhunderts nutzten. Alles darüber erfährt man im Victorinox Museum in Brunnen.
    Armin witzelte, dass die Schweizer vermutlich entdeckten, dass die Erdachse nicht starr steht, sondern präzessiert (also 2 Bewegungen hat).
    Noch eine Assoziation von Armin: „mit der Präzision könnten sie nicht so gut schießen, wenn ich nicht getroffen hätte, wäre der zweite Schuss für Euch, Herr König gewesen“ (Tell-Anlehnung).

    Schweizer Scherenschnitte
    Beim Scherenschnitt wird Papier oder ein anderes flaches Material mittels einer Schere so bearbeitet, dass der verbleibende Umriss ein realistisch anschauliches Bild ergeben.
    Die Schweiz ist auch für ihre perfekten Scherenschnitte bekannt (obgleich dieses Kunsthandwerk ursprünglich aus China kommt). In 2007 wurden von der Schweizerischen Post 4 Briefmarken mit Motiven von Schweizer Scherenschnitt-Künstlern ausgegeben.

    Kunst der Tunnel und Bahningenieure
    Gutes Beispiel u.a. ist der Langwieser Viadukt, der sich wie ein majestätischer Triumpfbogen 62 Meter hoch über eine Schlucht erstreckt, wo die Plessur und der Sapünerbach zusammenfließen. Es zeugt vom Pioniergeist der Ingenieure, die 1889 mit der ersten Strecke der künftigen Rhätischen Bahn einst bahntechnische Meisterleistung vollbrachten. Neben dem Wiesener- und dem Landwasserviadukt ist er heute noch ein Höhepunkt auf dem fast 400 km langen Streckennetz der RhB, zu dem 100 Tunnels und 500 Brücken gehören.
    Mit der Rhätischen Bahn kann man heute noch Dampf- & Nostalgiefahrten unternehmen, z.B. luxuriös mit dem Glacier-Pullmann-Express im Salonwagen der 30er Jahre von St. Moritz nach Zermatt bzw. umgekehrt reisen.

    - Kulinarische Schweiz

    Musik: Patent Ochsner – Fischer
    Patent Ochsner ist außerordentlich vielfältig. Auf den ersten drei Alben (Schlachtplatte, Fischer und Gmües) sind viele Einflüsse der Schweizer Volksmusik hörbar.

    Schweizer Schokolade

    Mekka der Schokolade. Ute nannte auch Lindt und wusste, dass auf der Verpackung der Toblerone das Matterhorn abgebildet ist.

    Milka fresh – Peter Steiner – It’s cool man (ursprünglich Schweiz, jetzt Lörrach/USA)
    Im Jahre 1901 wurde der Markenname „Milka“ registriert (= „Milch“ und „Kakao“) und die Tafel in einem lilafarbenen Umschlag angeboten, versehen mit einer Kuh, der Milka-Kuh, samt Alpenpanorama. 1973 erhielt die Milka-Kuh ebenfalls eine lila Färbung. Inzwischen gehört Milka zum us-amerikanischen Nahrungsmittelkonzern Mondelēz International; die Schokolade wird jedoch größtenteils im baden-württembergischen Lörrach hergestellt.

    Schweizer Wein
    Um den Genfer See herum sind eindrucksvolle Weinterrassen zu sehen, die 2007 als Meisterwerk der Winzerkunst zum Unesco-Welterbe erklärt wurden. Bereits die Römer setzten hier Rebstöcke in die fruchtbare Erde, ab dem Mittelalter bauten Mönche Reben an. Exportiert wird dieses kostbare (hochpreisige) Gut nicht, sondern vor Ort degustiert.

    Ernst (Schweiz- und Weinkenner aus dem Schwarzwald, der auch für das Titelfoto verantwortlich zeichnet) erklärte, dass Müller-Thurgau eine Weißweinsorte (heute Rivaner) ist und in der Forschungsanstalt Geisenheim im Rheingau 1882 vom Schweizer Rebforscher Hermann Müller aus dem Schweizer Kanton Thurgau gezüchtet wurde. Von den originalen Stecklingen der Züchtung ist ein Exemplar in Wädenswil erhalten geblieben.

    Käse-Fondue
    (geschmolzener Käse) macht man in der Schweiz mit Käse, Weißwein, Schnaps (wir mit Agnestropfen/Aprikosenlikör aus Köln) Knoblauch, Pfeffer. Normalerweise moitié-moitié (halb-halb), empfohlen wird Vacherin und Greyerzer Käse.
  8. Was fällt Euch zu dem Spruch „ in den See, in den See mit Gewichten an den Füßen“ ein?

    Armin kannte den Fondue-Effekt aus „Asterix bei den Schweizern!“
    Thorsten Dittmann ‏@lalelu2007de erinnerte sich an Asterix im Genfer See

  9. Welche Schweizer Käsesorten fallen Euch ein?

    Ben kannte Greyerzer/Le Gruyère, Emmentaler, Appenzeller.
    In der Schweiz haben folgende Käsesorten ein AOP-Gütesiegel (Appellation d’Origine Protégée), das heißt, die Milch wird in einer klar definierten Region verkäst und die Produkte werden genau dort erzeugt, verarbeitet und veredelt: Berner Alp- und Hobelkäse, Emmentaler, L’Etivaz, Le Gruyère, Raclette du Valais, Sbrinz, Tessiner Alpkäse, Tête de Moine, Vacherin Fribourgeois, Vacherin Mont-d'Or.

  10. Wovon lebte man jahrhundertelang im Tessin?
    Ute war klar, dass die Tessiner Esskastanien zu Mehl, Brot, Nudeln und Suppen verarbeiteten.
    Der Kastanienpfad führt von Arosio durch dichte Wälder und steile Hänge in der Landschaft des Malcantone, die sich vom Lugnersee bis zum Monte Lema schwingt. Im Herbst finden in der Gegend um Astano zahlreiche Kastanienfeste statt, die sog. „Castagnate“.

    Musik: Yello – Oh Yeah (1985)

  11. Nennt berühmte Schweizer?

    Stefanie Heinzmann (My man is a mean man)
    Ben kannte die am 10.03.1989 in Visp-Eyholz/Wallis geborene und von Stefan Raab entdeckte Sängerin.

    Emil Steinberger
    Geboren am 6. Januar 1933 in Luzern; heimatberechtigt ebenda.

    Unvergessen in " Die Schweizermacher", ein Film aus 1978, der die schweizerische Einbürgerungspraxis persifliert. Ausländer müssen beweisen, dass sie schweizerischer als Schweizer sind; Einbürgerungsbeamte zeigen sich als gnadenlose Bürokraten. Der Film ist der erfolgreichste Schweizer Film gemessen an der Besucherzahl (940.103 Zuschauer bei damals 6,5 Millionen Einwohnern).
    Am Filmende ist ein amerikanischer Musiker zu sehen (Kurzauftritt von Bill Ramsey), der eine eigenwillige Interpretation der Schweizer Nationalhymne auf dem Saxophon spielt.

    Kurt (Paul) Felix
    wurde am 27.03.1941 in Will/Kanton St. Gallen und starb am 16.05.2012 in St. Gallen. Der Schweizer TV-Moderator erhielt 1995 auch die italienische Staatsbürgerschaft.

    Musik: Paola – Ich hab ins Paradies gesehen - 1982
    Paola Del Medico (später nur Paola) aus St. Gallen ist Sängerin und Moderatorin sowie Gattin von Kurt Felix (verstorben 2012), mit dem sie von von 1983 bis 1990 die Sendung Verstehen Sie Spaß? moderierte.
    1969 belegte sie beim Grand Prix in Madrid mit „ Bon Jour Bon Jour“ den fünften Platz

    Wilhelm Tell
    In der dramatischen Kulisse des Vierwaldstättersees umweht den Besucher der Geist des Schweizer Freiheitskämpfers (überliefert 1307) und Nationalhelds. Ob auf der lauschigen Rütliwiese mit Aussicht auf die Gipfel der Innerschweiz oder beim Gang durch die Hohle Gasse bei Küssnacht. Stellt man sich an den Rand der „Tellsplatte“, kann man gut den Tellsprung nachvollziehen, auf die sich Wilhelm Tell mit einem kühnen Sprung aus dem Boot neben die kleine Kapelle rettete und entkam dem Tyrannen Gessler entkam. Friedrich Schiller schaffte 1804 das berühmte gleichnamige Bühnenwerk..

    Udo Jürgens
    Udo Jürgen Bockelmann wurde am 30.09.1934 in Klagenfurt (Kärnten/Österreich) geboren und ist am 21. 12.2014 in Münsterlingen (Thurgau/Schweiz) gestorben.
    Seit 1977 bewohnte er eine Penthouse-Wohnung am Bellevue in Zürich. Einer Bekannten meiner Kollegin, die Züricher fragte, wo denn die Wohnung von Udo sei, rieten ihr, doch den Toni Sailer zu besuchen, der sei interessanter und wohne im Stadtkern.
    Im Februar 2007 erhielt er die schweizerische Staatsbürgerschaft. Seine österreichische Staatsbürgerschaft durfte er aber auch behalten. Im Juli 2012 erwarb Jürgens eine Villa in der Gemeinde Meilen mit Blick auf den Zürichsee, in die er 2013/2014 einzog
    Ihr könnt ihn besuchen in einem Ehrengrab der Stadt Wien (Gruppe 33 G, Grab Nr. 85) auf dem Zentralfriedhof.

    (Paul) Thomas Mann
    (* 6. Juni 1875 in Lübeck; † 12. August 1955 in Zürich) war ein deutscher Schriftsteller, der unter der nationalsozialistischen Herrschaft 1933 in die Schweiz emigrierte und 1939 in die USA zog. 1944 wurde er amerikanischer Staatsbürger, kehrte aber 1952 in die Schweiz zurück.

    Roger Federer
    Berühmter Schweizer Tennisspiele, der in seiner Karriere die Rekordanzahl von 17 Grand-Slam-Turnieren im Einzel gewann. 2004, 2005, 2006, 2007 und 2009 war er jeweils an der Spitze der Tennis-Weltrangliste. Insgesamt gewann Federer bisher 82 Titel im Einzel und acht im Doppel.

    Musik: Gotthard – One Life One Soul - 1996
    Gotthard ist eine Schweizer Hard-Rock-Band aus Lugano im Kanton Tessin. In den 1990er Jahren avancierten sie zum Aushängeschild des Schweizer Hard Rock. Jedes Studioalbum erreichte nach dem Debüt Platz 1 der Schweizer Charts.
    Ben punktete für das Nennen der Hard-Rock-Band Gotthard aus Lugano sowie Robert Morgenthaler (Alphornist) und François Lindemann (Jazz), deren Zusammenspiel Thorsten nochmal deutlich erklärte.

    Musik: Sophie Hunger – Walzer für niemand
    Margarethe empfahl Sophie Hunger, die am 16.05.2015 im Rahmen des Festivals „Woman of the World“ in der Alten Oper spielt sowie die geerdete Jazz-Sängerin Erika Stucky mit ihrem Musikprogramm „Heimatmusik“.

    Musik: Patent Ochsner - Scharlachrot (1991)

  12. Welche Sprachen werden in der Schweiz gesprochen?

    Deutsch (65,6 Prozent der Bevölkerung; 73,3 Prozent der Schweizer; Stand 2010) ist die meistverbreitete Mutter- und Verkehrssprache der Menschen in der Schweiz; 17 der 26 Kantone sind einsprachig deutsch.

    Französisch (22,8 Prozent der Bevölkerung; 23,4 Prozent der Schweizer; Stand 2010) wird von der Bevölkerung im Westen der Schweiz gesprochen. Dieser Landesteil wird häufig die Romandie, die Suisse romande oder das Welschland genannt.
    Nur vier Kantone sind einsprachig französisch: Genf, Jura (ausser der deutschsprachigen Gemeinde Ederswiler), Neuenburg und Waadt.
    Zum Schweizer Französisch gehört als Interferenzerscheinung auch das in der Romandie nicht immer geschätzte français fédéral der Deutschschweizer.

    Italienisch (8,4 Prozent der Bevölkerung; 6,1 Prozent der Schweizer; Stand 2010) wird von den Menschen im Tessin und vier Südtälern des Kantons Graubünden, in der italienischen Schweiz, gesprochen. Dort ist es auch auch Amtssprache.

    Rätoromanisch (0,6 Prozent der Bevölkerung; 0,7 Prozent der Schweizer; Stand 2010), das in Graubünden gesprochen wird. Die meisten Rätoromanen sind mindestens zweisprachig, d. h. die Menschen hier sprechen neben ihrer rätoromanischen Muttersprache auch Bündnerdeutsch und Hochdeutsch.

    Margarethe staubte den Punkt mit der Sprache (Rätoromanisch) ab.

    Wozu wir nicht gekommen sind:
    Musik: Bligg – Signal (2009)
    Marco Bliggensdorfer, geb. am 30.09.1976 in Zürich-Schwamendingen ist ein Schweizer Mundart-Musiker.

  13. Welcher Euphemismus (beschönigendes Wort) steckt hinter „Going to Switzerland"?
    Suizid-Tourismus. In der Schweiz bieten 6 Organisationen den "assistierten Suizid" an. Anders als in den meisten Ländern ist die Sterbehilfe weder ausdrücklich verboten noch genau festgelegt. Zwischen 2008 und 2012 wurden 611 Fälle von Sterbehilfe aus dem Ausland im Kanton Zürich aufgeführt, Tendenz steigend. Ein assisterter Suizid kostet ungefähr 3000 Schweizer Franken, die an die jeweilige Organisation entrichtet werden müssen.

    Musik: Polo Hofer – Kiffer
    Polo Hofer (Urs Hofer; geb. 16.03.1945 in Interlaken) ist ein Schweizer Mundartrock-Sänger. Er trug in den 1970er- und 1980er-Jahren im Zuge einer Schweizer Mundartwelle wesentlich zur Popularisierung schweizerdeutsch gesungener Rock- und Popmusik bei.
    Polo Hofer, wird schon mal als Oberkiffer der Nation bezeichnet. In seiner Hymne ans Gras singt er unter anderem „I ha-n-es Bsüechli gmacht, i ha-n-es Chüechli bracht, ha gluegt, dass i nid z spät ytriffe. Wo-ni be ynecho, gits es grosses Hallo, d Stube voll Lüt, und alli kiffe.“

  14. Was kostet es die Schweizer, wenn sie bis zu 10 Gramm Cannabis mitführen?

    Kiffen ist in der Schweiz illegal. Wer trotzdem Gras raucht und dabei erwischt wird, muss jedoch nicht mehr mit einer Anzeige rechnen. Seit der Revision des Betäubungsmittelgesetzes zahlen Erwachsene lediglich eine Ordnungsbusse von 100 Franken – sofern sie höchstens zehn Gramm Cannabis mit sich führen.
    10 Prominente gaben offen zu, mindestens ein Mal an einem Joint genuckelt haben.
    Cédric Wermuth, SP-Nationalrat, zündete bei seinem Auftritt an der Delegiertenversammlung der SP 2008 einen Joint an.

  15. Wo liegt der bezaubernde Park Swizzera in Miniatura?
    In Melide bei Lugano. 1988 kennengelernt, ein bezaubernder Ort und ein absolutes Muss für alle, die im Tessin oder in Norditalien unterwegs sind.

    Die Swissminiatur wurde am 6. Juni 1959 eingeweiht. Es handelt sich um einen Miniaturpark in Melide, einem romantischen Dorf am Ufer des Luganersees. Auf einer 14‘000 qm großen Parkfläche werden dem Besucher mehr als 120 handgefertigte Modelle der bekanntesten Gebäude, Denkmäler und Transportmittel der Schweiz gezeigt, alle im Maßstab 1:25. Eine 3‘560 m lange Modelleisenbahn mit 18 Zügen fährt durch den Park, sowie über Brücken und in Bahnhöfe, Schiffe kreuzen auf den Seen, Autos fahren auf den Autobahnen und Luft- und Standseilbahnen schweben und fahren an den Bergen.

Zum Abschluss huldigten wir dem Ende letzten Jahres verstorbenen in Deutschland sehr beliebten Musiker, der sowohl die österreichische als auch die schweizerische Staatsbürgerschaft besaß.

Musik: Udo Jürgens – Mein Ziel( letzter Auftritt im Berliner Velodrom am 11.12.14)

Punktenotation der 15 aktiven Teilnehmer am 25.04.2015:

  1. Ben: 45 Punkte
  2. Hau Wech ‏@trueffelhamster: 20 Punkte
    Katrin: 20 Punkte
  3. Meistah Marcus ‏@meistah_m: 15 Punkte
  4. @bondaluh: 14 Punkte
  5. Ute: 13 Punkte
  6. @LaLeLu/Thorsten: 11 Punkte
  7. Armin: 9 Punkte
    Justus/Tiefe des Raums-Eckenheim: 9 Punkte
    Patrick: 9
  8. Ernst/Schwarzwald: 8 Punkte
  9. Stephan K.: 8 Punkte
  10. Marcel: 5 Punkte
  11. Margarethe: 4 Punkte
  12. Peter/Sachsenhausen: 3 Punkte

1 Kommentar:

Bon daLuh hat gesagt…

Ich schäme mich, bei diesem Thema so viele Punkte gemacht zu haben. ;-)