Samstag, 12. November 2011

Rätsel zu "Klima und Umwelt" mit Sven und Tomas am 12.11.2011

Die Sendung begann mit dem formvollendeten Stück eines leider bereits verstorbenen Musikers, den die Moderatoren (die sich damals noch nicht kannten) ehemals in der Batschkapp live gesehen haben.

Fad Gadget - Collapsing new people

- Ist die Sauerstoffversorgung im Winter (wenn die Blätter gefallen sind) geringer?
Marcel erklärte schlüssig: „Wir leben nicht im Gewächshaus, die Atmosphäre tauscht sich aus, von den Algen in den Meeren wird auch viel Sauerstoff produziert“.

- War Waldsterben Panikmache?
Es war ein bedeutendes Umweltthema in den 80er Jahren. Inzwischen ist durch zahlreiche Maßnahmen die Schwefelemission massiv zurückgegangen; dadurch wurde der saure Regen weniger und eine starke Verbesserung ist eingetreten.

- Warum gibt es an der Nordsee Gezeiten und an der Ostsee nicht?
Frank meinte richtig: Bei größeren Ozeanen ist die Mondbeeinflussung größer als bei sogenannten Binnenmeeren. Der Zufluss zum Atlantik ist bei der Nordsee größer.

- Kann man Bauernregeln zur Wettervorhersage heranziehen?
Matthias erhielt den Punk mit seiner Erklärung, dass die Vorhersagen der Bauern langfristig stimmen.
Richtig, denn die Bauernregeln haben eine Wahrscheinlichkeit von 77 %. Tomas „Die Bauernschläue ist vermutlich eine Naturbeobachtungsgabe“.

- Warum ist der April so unbeständig?
Durch den Temperaturanstieg vom Übergang vom Winter in den Frühling bildet sich eine verstärkte Luftzirkulation, die für allerhand Turbulenzen sorgt.

- Woher kommt die Algenblüte?
Durch vermehrte Nährstoffe (abgestorbene Pflanzen, es kann aber auch Dünger/Gülle sein). Wenn es dann noch kuschelig warm wird dazu…..

- Für wie viele Tage kann man heutzutage eine seriöse Wettervorhersage erstellen?
Frank hatte Recht mit 5 Tagen in die Zukunft, für die man relativ gut eine Prognose machen kann.

- Am 21 Juni steht die Sonne am höchsten, warum ist es aber im Juli und August wärmer?
Lalelu wußte: „weil das Aufheizen so lange dauert“.

Zur Kaffeepause ein wunderschönes Stück des ehemaligen Sängers von Marillion
Fish - Sunsets of Empire

- Führt der Klimawandel zu mehr Erdbeeben?
Marcel widersprach nachvollziehbar: „Erwärmung hin, Erwärmung her, die Gesamtmasse der Atmosphäre nimmt ja nicht zu“. Durch die Polschmelze erhebt sich allerdings die Erde insgesamt. Die letzte Eiszeit ist 10.000 Jahre her, noch heute hebt sich die skandinavische Landmasse immer noch jedes Jahr um etliche Zentimeter. Diese Dinge haben Einfluß auf die tektonischen Platten, aber nicht durch die Erwärmung der Atmosphäre, sondern durch die Eismassen, die nicht mehr auf die Stelle drücken, auf die sie jetzt drücken.

- Wie kann CO2 den Treibhauseffekt auslösen, wo es doch schwerer als Luft ist?
Durch die Konvektion (von convehere ‚zusammentragen‘). Neben den konkurrierenden Methoden Wärmeleitung und Wärmestrahlung handelt es sich um einen Mechanismus zur Wärmeübertragung von thermischer Energie von einem Ort zu einem anderen. Konvektion ist stets mit dem Transport von Teilchen verknüpft, die thermische Energie mitführen. Konvektion ist in Gasen oder Flüssigkeiten kaum zu vermeiden.

- Wird es durch den Klimawandel irgendwann einmal keine Jahreszeiten mehr geben?
Die Jahreszeiten werden durch die Drehachsenneigung der Erde versursacht, die sich durch die Klimaerwärmung nicht ändern. Sie werden sich möglicherweise etwas angleichen, es wird aber immer noch unterschiedliche Jahreszeiten geben, die deutlicher ausgeprägt sind, je weiter man in den Süden oder Norden kommt.

- Wie wirkt sich der Klimawandel auf den Golfstrom aus?
Durch bedeutende Süßwassereinträge in den salzigen Golfstrom würde dieser seine Richtung ändern und woanders hinfließen, so dass das Klima kippen könnte (Eiszeit?)“.

- Warum hört man nichts mehr vom Ozonloch?
Weil gerade wieder eine andere Mediensau durchs Dorf getrieben wird. 

- Ist der Klimawandel vom Menschen gemacht?
Antwort der Meister: „Es gibt keine einfachen, eindeutigen Schwarz/Weiß-Erklärungen“.
Justus/Seligenstadt informierte, dass der Klimawandel schlagartig vorgegangen sein muss, da die verstorbenen Mammuts mit Futter im Maul gefunden wurden. Dennoch ist klar, dass der Mensch am eigenen Ast sägt, er hält aber den Klimawandel für einen Medienhype.

- Was ist der Unterschied zwischen Wetter und Klima?
Matthias erklärte: Wetter ist örtlich, Klima betrifft die ganze Welt, was nicht bepunktet wurde.
Antwort: Der Unterschied steckt im Wort „Kurzfristig“: Wetter sind die Hoch- und Tiefdruckgebiete, wie wir sie in der Wettervorhersage sehen, das Klima (tropisch/arktisch) ist ein Zustand, der über einen längeren Zeitraum herrscht

The Fixx - Less Cities, more moving people

Nachfolgend die Punktevergabe für die 13 Rätselfreunde.

  1. Matthias/HG: 14 Punkte
  2. Marcel: 10 Punkte
  3. Frank/Sindlingen: 8 Punkte
  4. @LaLeLu2007de/Thorsten: 6 Punkte
  5. Justus/Fechen-/Eckenheim bzw. aus der Tiefe des Raums: 4 Punkte
    Rene (inkl. 3 Begrüßungspunkte): 4 Punkte
  6. Andre: 3 Punkte
    Jochen: 3 Punkte
  7. Armin: 2 Punkte
    Niels-Björn: 2 Punkte
    Justus/Seligenstadt (und netter hessischer Akzent): 2 Punkte
  8. @Dagi: 1 Punkt
  9. @st3fun (Hausmeister 3d): 0 Punkte, aber erstmalig getwittert

Das Thema war hochinteressant und das Engagement der Hörer groß. Dennoch scheint es, dass Frauen sich beim Thema Schuhe kaufen bessern auszukennen scheinen ;-)


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