Sonntag, 18. Januar 2015

Rätsel zur Entwicklung der Menschheit mit Sven und Tomas am 17.01.2015

Es ist schwer, durchzukommen, s. Bondaluhs Einzelnachweis....

So ein interessantes Thema, das in Ruhe und intellektueller Ausführlichkeit besprochen / kommentiert wurde.

Daher kam es tatsächlich nur zu 13 „behandelten“ Fragen (40 in 2 Stunden sind normal). Das schreit nach einem zweiten Teil, der uns auch schon versprochen wurde.

Für alle Freunde der gaaaanz leichten Muse gibt es am kommenden Samstag „something completely different-Rätsel“ mit viel Musik von Dagi und Stefan (bekannt und gefürchtet). Da seid Ihr ebenfalls zum Mitmachen, aber vor allem zum Durchhalten aufgerufen!

1) Wie alt ist unser Universum?
13,80 ± 0,04 Milliarden Jahre, also quasi 13,7 Milliarden Jahre

2) Wann entstand unsere Sonne?
Vor 4,6 Mrd. Jahren

3) Wann entstand die Erde?
Vor 4,6 Mrd. Jahren durch Meteoreinschläge (anfang eher ungastlich)

4) Welches Leben (entstand auf der Erde vor 3,5 Mrd. Jahren?
Protozoen (Urtierchen in der Ursuppe).
Sven Trulsen ‏@dreckspatz_83: „die ersten einzelligen Wasser-Viecher“

5)  Welche Entwicklung begann auf der Erde vor 2,5 Mrd. Jahren, die Leben erst möglich machte?
Lebewesen sind beweglich, haben einen eigenen Stoffwechsel, reagieren auf Reize, entwickeln sich und können sich identisch reproduzieren.
Auslöser und richtige Antwort: Die chemische Umwandlung der sauerstofflosen Gashülle in eine Atmosphäre, die uns heute die Luft zum Atmen schenkt. 1 Mrd. Jahre nachdem die ersten Organismen da waren, haben sich Cyanobakterien entwickelt, die das Sonnenlicht zur Fotosynthese nutzten und als Abfallprodukt Sauerstoff frei setzen. 
Marcel erhielt die volle Punktzahl für seine richtige Erklärung: "Zu diesem Zeitpunkt haben sich Einzeller entwickelt, die Fotosynthese betreiben konnten, was die Produktion von Sauerstoff in der Atmosphäre bewirkte".

6) Was bedeutet der Begriff Primat?
Lateinisch Primus = der erste war die Erklärung von Tomas (für die es Punkte gab)
Lateinisch Primates (richtig richtig, worauf Justus hinwies) = Unterklassen der höheren Säugetiere, der alle affenartigen sowie die Menschen einschließt

7) Ab wann tauchten de Primaten auf der Erde auf?
Vor 56 Millionen Jahren. Der Nordatlantik hatte damals bei weitem noch nicht diese Ausdehnung, so dass die Tiere weit laufen konnten.

8) Was Hominisation?
Menschwerdung. Durch Veränderungen wie dem aufrechten Gang, Gebiss, Geschlechtsreife…
Interessant ist, dass dem Menschen derzeit eine neue Schlagader im Arm wächst, nämlich die Arteria mediana. Im embryonalen Stadium findet man sie noch in jedem Menschen, doch nach der Geburt bildet sie sich meistens zurück. Laut Spiegel-Artikel vom 16.05.2012 stehen jetzt die Zeichen auf Veränderung. Humanbiologe Maciej Henneberg von der australischen University of Adelaide entdeckte nämlich, dass zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch etwa zehn Prozent der Menschen die Arteria mediana in ihrem Arm hatten, knapp ein Jahrhundert später waren es jedoch schon 30 Prozent. Offenbar ist es aus evolutionärer Sicht sinnvoll geworden, den durch Handwerk oder Arbeit am PC-Keyboard stark belasteten Fingern eine zusätzliche Blutversorgung zu gönnen.

Halbzeitpause mit Eurythmics - Sweet Dreams (Steve Angello & Sebastien Ingrosso Mix)

9) Wo gab es die ersten aufrecht gehenden Hominiden?
In Afrika, im heutigen Äthiopien

10) Wie viele menschliche Rassen gibt es eigentlich auf der Erde?
Nur eine!!! Begriff aus der Zucht/Abstammung. Die Unterschiede sind soziale Konstruktionen. Natürlich sehen die Menschen in anderen Gegenden anders aus. Die Leute, die mit dem Begriff „Rasse“ argumentieren, wollen im Grunde nur damit nachweisen, dass die eine Rasse der anderen Rasse unter-/überlegen ist. Es liegt uns am Herzen, hier deutlich zu machen, dass dies einfach keine wissenschaftliche Basis hat.

Es wurde an den Kanonensong aus der Dreigroschenoper erinnert:
Soldaten wohnen auf den Kanonen
vom Cap bis Couch Behar
Wenn es mal regnete und es begegnete
ihnen eine neue Rasse, ne braune oder blasse
Da machen sie vielleicht daraus ihr Beefsteak Tartar.

Justus machte nochmals den phänotypischen Unterschied klar. „Es gibt schwarze und weiße Pudel, trotzdem ist die Rasse Pudel“.

11) Was ist das Geheimnis des menschlichen Erfolgs? ... speziell zum aufrechten Gang!
Durch die Klimaveränderung aufgrund der plattentektonischen Veränderung Ostafrikas hat sich der Kontinent gehoben, was zu einer Klimaveränderung und Versteppung führte. Nun gab es ein großes Nahrungsangebot für Grasfresser in großen Herden. Die kurze Zeit der Menschheit (New Kind on the Block) stand unter hohem Selektionsdruck. Da der Mensch es in der körperlichen Leistung mit den meisten Tieren nicht aufnehmen konnte, ermöglichte das Aufrechtstehen ein Hinwegsehen über die Gräser, aber vor allem auch die Möglichkeit, ein Werkzeuge zu erstellen bzw. bedienen (Stein).

12) Wieso haben wir ein so deutlich vergrößertes Gehirn?
Durch eine Mutation, also den Zufall, dass sich die Muskulatur des Kauapparates zurückbildete, wodurch das Gehirn mehr Platz für eine Vergrößerung fand. Vor 2,4 Millionen Jahren hatte das menschlichere Gehirn flachere, affenartige nach vorne gewölbten Gesichter. Bei Schimpansen und anderen Primaten fand diese Mutation nicht statt.
Nur einen Anrufpunkt für die nachvollziehbare Logik des Gallusgenies (schon lange nicht mehr angerufen). Er erklärte, „dass man sich damals mit dem Essen von Insekten und Larven behalf. Dadurch kam es zu einem Proteinüberschuss, der zu einem Aufbau der grauen Masse, der Großhirnrinde, also das war auf dem Reptilienhirn draufsitzt.“

13) Warum haben Menschen kein Fell?
Katrin erhielt die Punkte für die korrekte Antwort: „Das schnelle Laufen war ein Vorteil für viele Arten. Unser Vorteil ist, dass die Abkühlung schneller erfolgt und wir dadurch die wesentlich höhere Ausdauer haben“.
Klimatischen und paläologischen Befunden zufolge lebte der Mensch in einer heißen, recht trockenen weiten Savannengraslandschaft und dürfte bereits Wild nachgestellt haben. Bei dieser Lebensweise wäre ein Fell hinderlich gewesen. Forscher haben nämlich berechnet, dass sich der Körper damit bei Ausdauerbelastung in der afrikanischen Savanne zu sehr aufgeheizt hätte, mit der Folge Hitzschlag. Felltragende Tiere haben zwar auch Schweißdrüsen, doch dieser Schweiß ist eher schaumig-klebrig. Werden die Haare dadurch nass, behindert das sogar die Wärmeabfuhr. Der Mensch sondert dagegen einen wässrigen Schweiß ab, bei Bedarf bis zu zwölf Liter am Tag. Weil diese Flüssigkeit bei uns direkt auf der Haut verdunsten kann, ergibt sich ein enormer Kühlungseffekt. Bei heißem Wetter könnte ein Mensch, so ergab eine Kalkulation, ein Pferd im Marathon besiegen.
Unser Vorteil ist also das Schwitzen am gesamten Körper. Kein Tier hat eine solch hohe Dichte an Schweißdrüsen wie der Mensch (gute Thermoregulierung). Wenn es kalt ist, hängt sich der Mensch was um, wenn es warm ist, zieht er was aus.
@LaLeLu erhielt Punkte für seine Erklärung „Der Gepard rennt eine Minute und hechelt dann, er ist voll auf Geschwindigkeit gedrillt“.

Punktenotation der 14 aktiven Teilnehmer am 17.01.2015:

1) @Lalelu: 19 Punkte
2) Katrin: 15 Punkte
3) @Bondaluh: 14 Punkte
4) Christian (inkl. Begrüßungspunkte): 12 Punkte
5) Marcel: 11 Punkte
6) Dagi: 7 Punkte
7) SvenTrulsen: 6 Punkte
8) Justus: 5 Punkte
8) ‏@parlau: 5 Punkte
10) ‏Gallusgenie: 4 Punkte
11) @Koffi: 3 Punkte
11) Matthias/Bad Homburg: 3 Punkte
13) Christiane/Sachsenhausen: 2 Punkte
14) @meistah_m : 1 Punkt (kurz nach Butzbach war der Empfang weg)


1 Kommentar:

Lawrence oder so hat gesagt…

Werte immerdasgleiche,

Sie wissen,laber laber laber....

Dennoch muss ich, rhabarberrhabarberrabarbher,

obwohl ich Ihnen quengelquengelquengel...

haben Sie mich komplett heulheulheul...

ich ksnn so,nicht wiederholwiederholwiederhol...

sollte dies drohdrohdroh

sehe ich mich, naSiewissenschon...

da macht man, und dann dieser Undank(Rentnermodus)

irgendwas mit Herz

Lawrence oder so