Samstag, 9. Januar 2010

Rätsel „Allgemeinbildung“ mit Marcus und Tomas am 09.01.2010

Der schriftliche Rückblick zu den Fragen und Antworten soll heute lediglich auf 3 Themengebiete beschränkt werden, die bereits ausführlich in der Sendung kommentiert wurden, es aber verdient haben, hier im Blog nochmals zur erkenntnisreichen Verdeutlichung dargelegt zu werden.

Es wurden Spezialausdrücke von strategischen Brettspielen erfragt, nämlich zu (nein, nicht Tischtennis, Tomas, sondern) Go und Schach. Thomas, der edle Spender aus München, wusste erstaunlich viele Details zu Co-Stellungen sowie Spielfiguren aus Schieferstein und Muscheln zu berichten. Nach Thomas’ Kenntnis seien Schach-Computer-Programme Welt-Niveau, währen die Go-Programme allenfalls zweite Liga im Vergleich zu den Top-Spielern in Japan erscheinen.

Die langwierigsten und kompliziertesten Erläuterungen drehten sich um das Thema Salat.
Die Lösung der Frage sei hier vorangestellt: Man bekommt Endiviensalat, wenn man in Frankreich Chicorée bestellt.

Infos aus dem schlauen Buch von Marcus:
„Die Zichorie wird in Deutschland Wegwarte genannt. Es ist eine Staude mit bläulicher Blüte, die oft am Wegrand wächst. Eine durchaus gezüchtete Art ist die Wurzelzichorie, deren Wurzel geröstet als Kaffeeersatz gilt.
Auch die im deutschen Endivien genannte Salatpflanze mit krausen Blättern ist eine Zichorienzüchtung.
Der in Deutschland Chicorée genannte Gemüsesalat wird im Dunklen herangezogen, so dass sich ein kleiner ovaler Salatkopf gebleichter eng anliegender Blätter bildet, der spitz zuläuft. Eine rote Sonderform wurde erstmals in Italien gezüchtet, den wir als „Radicchio“ kennen.
Im Französischen ist die Namensgebung umgekehrt: Der Endiviensalat heißt Chicorée, während der Chicorée in Frankreich Endive genannt wird, Radicchio heißt in Frankreich Trévise (nach der italienischen Stadt Treviso)“.
Allen gemein ist der leicht bittere Geschmack, wusste Dagi zu berichten.
Margarethe erläuterte fachkundig, dass in Frankreich bei der Bestellung von Chicorée lediglich die glatte Sorte ausgehändigt wird. Dort gäbe es sogar noch einen extra Ausdruck für die krause Endivie, die sich „Frisée“ nennt. Laut Margarethe „leicht zu merken, weil die Blätter frisiert sind“.

Der Meistah verhedderte sich dabei mit dem Ausspruch von Raditschjo in seiner durchaus vorhandenen korrekten Kenntnis zum italienisch gesprochenen "cc". Hier also nochmals Klarheit zur italienischen Aussprache:
cc mit h dahinter wird immer als k ausgesprochen, z.B. das Tabakwarengeschäft Tabacchi spricht sich Tabakki.
cc ohne h dahinter wird
- bei nachfolgendem hellen Konsonant mit Zischlaut gesprochen (Cappuccino wird Kapudschino)
- bei nachfolgendem dunklen Konsonant mit k ausgeprochen (Tabacco wird Tabakko)

Als wirklich wichtige Erinnerung muss hier in Stein gemeißelt werden, dass die heutige Erstanruferin Esther wünscht, sie phonetisch mit „Eßter“ anzusprechen. Im Gegensatz zu Tomas’ Arbeitskollegin, die so was wie „Eeester“ hören will.

Und abschließend noch was zum „Autorinnen-Glück“; schön, wenn man Schreibrechte hat: Die beiden Lieder von David Silvian kann man doch mal verwechseln: Orpheus wurde fälschlicherweise als Punkt eingefordert, aber Silver Moon wurde gespielt.


Glückwunsch an Margarethe, die in die Gewinnekiste greifen darf!!!

Die Platzierung der 10 Anrufer gestaltete sich am 9.1.10 wie folgt:

  1. Margarethe: 13 Punkte
  2. Esther (inkl. 3 Begrüßungspunkten): 11 Punkte
  3. Katrin: 9 Punkte
    Niels: 9 Punkte
  4. Dagi: 2 Punkte
    Matthias (Rate-Römer): 2 Punkte
  5. Justus: 1 Punkt
    Michael (vermutlich der aus Rödelheim): 1 Punkt
    Thomas/München: 1 Punkt
    Ute: 1 Punkt

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