Sonntag, 9. Oktober 2011

Musikrätsel „Austro-Pop“ mit Dagi und Stefan am 08.10.2011

Vorm Zentralfriedhof gibt's ne Worschtbude - Stefan hat's im November 2007 ganz genau festgehalten ....

Obwohl es am 6.11.2010 schon mal ne Rätsel-Sendung über Österreich gab und dabei "bewusst schlechte Musik gespielt wurde", versuchten wir mit Verweis auf Texte und Vita ein Bewußtsein unter der Hörerschaft hinzukriegen.

Die "Auftragsarbeit" für den wünschenden Ernst aus dem Schwarzwald mißlang scheinbar, weil er selbst gar nicht anrief. Aber wie man hinterher feststellte, waren wohl Leitungen belegt und zwei Stammhörer schlichtweg immer schneller.

Das gabs auf die Ohren:

Falco - Vienna Calling (1985)

Geboren am 19. Februar 1957 in Wien; gestorben am 6. Februar 1998 bei einem Autounfall (nicht ganz drogenfrei) in der Dominikanischen Republik. Falco wird als „der erste weiße Rapper“ bezeichnet. Rock Me Amadeus erreichte als erstes und bisher einziges deutschsprachiges Lied Nr. 1 der US-Billboard-Charts.

Georg Kreisler - Zu leise für mich (1971)

Georg Kreisler – Taubenvergiften im Park (1959)

Frank (der per mail etliche Tipps zur Sendung gab) schrieb zu diesem großen Künstler: ein Wiener musiker, geb. 18.7.1922, lange vor baby jane, hatte einen morbiden Geschmack, verbunden mit österreichischem Schmäh und Charm.
Ob das Lied " ich bin ein stiller Zecher" auch von ihm stammt, wusste frank nicht.
Frank, Info für Dich: „I bin a stiller Zecher“ ist von Herrmann Leopoldi, 1961.

Die Autorin lernte Herrn Kreisler erst durch die Konzerte von Tim Fischer kennen. Dafür größten Dank an Tim.


Nadine Beiler – the Secret is Love
- Eurovision Song Contest 2011

Die Künstlerin wurde am 27. Mai 1990 in Innsbruck geboren. Bekannt wurde sie Anfang 2007 mit ihrem Sieg in der dritten Staffel der ORF-Castingshow Starmania. Im Frühjahr 2011 gewann sie die Song-Contest-Vorausscheidung „Guten Morgen Düsseldorf“. Sie erzielte schließlich am 14. Mai 2011 mit dem Lied „The Secret Is Love“ den 18. Platz beim Eurovision Song Contest 2011.


Christina Stürmer - Reine Nebensache (2006)

Christina Stürmer – Nie genug (2006)

Christina Stürmer (geb. 9. Juni 1982 in Linz/Oberösterreich) ist DER österreichische Pop-Export schlechthin. Ihre Karriere begann mit der Teilnahme an der ORF-Castingshow Starmania (2003). Stefan meinte, dass ein hessischer Nachbarsender ihr „nie genug“ zur Erkennungsmelodie einer Sendung verwandte.


Wolfgang Amadeus Mozart – Der Vogelfänger bin ich ja (1791)
Hier mit Detlef Roth im Singspiel „Die Zauberflöte“ (2001)



Erste Allgemeine Verunsicherung

EAV - 3 Weisse Tauben (1999)

EAV - Sandlerkönig Eberhard (1987)

EAV - Es wird Heller (live aus dem Alabama München 1985)

Die Erste Allgemeine Verunsicherung ist eine österreichische Pop-Rock-Band, die 1977 gegründet wurde. Der Name ist eine Anlehnung an das ehemalige österreichische Versicherungsunternehmen Erste Allgemeine Versicherung.
Das Lied „es wird heller“ ist eine absolut gelunge Persiflage auf die Geistehaltung Andre Hellers (Gott denkt in den Genies, er träumt in den Dichtern und er schläft in den übrigen Menschen).


Andre Heller - Und dann bin i ka Liliputaner mehr

Franz André Heller, geb. am 22. März 1947 in Wien ist Liedermacher, Aktionskünstler, Kulturmanager, Autor und Schauspieler.
Heller war 1967 einer der Gründer des ersten deutschsprachigen Popsenders Ö3, dort moderierte er die Sendung Musicbox. 1968 wurde er Co-Autor der erfolgreichen Eurovisions-Fernsehsendung Wünsch dir was.

Heller ist vor allem bekannt für spektakuläre Inszenierungen (u.a. Begnadete Körper, Chinesischer Nationalzirkus, Erwerb des in Gardone Riviera (Gardasee) gelegenen, ca. 10.000 m² großen botanischen Gartens, Wintergarten-Varieté, Der Erdgeist, Kulturkoordinator für die Fußball-WM 2006 „Die Welt zu Gast bei Freunden“, Afrika! Afrika, Magnifico).


Hans Moser - Einmal in der Wochn fall i um (Film 7 Jahre Glück)


Eigentlich Johann Julier, geboren am 6.8.1880 in Wien; gestorben 19. Juni 1964 ebenda war ein Volksschauspieler.
1925 erschien der erste Artikel über Mosers Schaffen in der Neuen Freien Presse, wo man ihn als jüngsten und letzten wienerischen Hanswurst bezeichnete.
Hans Moser liebte es, Personen darzustellen, die im Laufe des Filmes eine starke Wandlung vollziehen. Die Kombination aus einzigartiger Mimik, Gestik und Sprache machte ihn zum unsterblichen Original, welches selbst das übelste Drehbuch noch in einen gern gesehenen Film verwandeln konnte.


Georg Danzer - Grosse Dinge (1995)

Georg Franz Danzer (geboren am 7.10.1946 in Wien, gestorben am 21.06.2007 in Asperhofen) versuchte der Zuordnung „Pionier des Austropops“ zeitlebens zu entgehen.
Im Herbst 1966 wurde seine Bewerbung an der damaligen Akademie für Musik und darstellende Kunst in Wien abgelehnt; er begann stattdessen an der Universität Wien ein Philosophie- und Psychologiestudium. In einem Interview im ORF gab er um 1968 an: „Ich studiere Zeitungswissenschaften“, worauf der Moderator Gerhard Bronner konterte: „Junger Mann, […], satteln Sie beizeiten um zur Musik“.

Anfang September 2006 gab der ehemalige Kettenraucher Danzer in einem Interview für das Nachrichtenmagazin Profil bekannt, an Lungenkrebs erkrankt zu sein. Die beiden anlässlich seines 60. Geburtstages für Mitte Oktober in der Wiener Stadthalle und im Circus Krone in München geplanten „Freunde“-Konzerte mussten auf April 2007 verschoben werden. Im Dezember engagierte er sich bei einer Veranstaltung der Österreichischen Lungenunion.
Am 21. Juni 2007 verstarb Georg Danzer in der Obhut seiner Familie.


Anton Karas - Der dritte Mann - live 1982

In diesem Video spielt der Komponist nicht nur selbst auf der Zither, es sind auch viele Filmszenen zu sehen.

Anton Karas (geboren am 7.7.1906 in Wien, gestorben am 10.01.1985 im Wiener Gemeindebezirk Döbling) war ein österreichischer Zitherspieler, Komponist und Gastwirt. Seine erfolgreichste Komposition war das Harry-Lime-Thema (englisch: The Third Man Theme) zu Carol Reeds Film "Der dritte Mann".


Kottan ermittelt - rien ne va plus (Film-Trailer für Dez 2011)



Kottans Kapelle
: Filmausschnitte aus der Kultserie von 1976 bis 1984

Die eigentlich fiktive Band Kottans Kapelle nahm 1984 gemeinsam mit dem österreichischen Fußballidol Hans Krankl den Song Rostige Flügel auf und landete damit einen realen Hit.

Major Adolf Kottan, am Anfang von Peter Vogel, später von Franz Buchrieser und Lukas Resetarits gespielt, ermittelt für das Wiener Sicherheitsbüro. Kottan lebt mit seiner Frau Ilse und (ab Folge 8) seiner Mutter zusammen, die gerne Krimis liest und Theorien über den perfekten Mord entwickelt (Inschpektor gibt kann). Kottan ist meistens faul und immer grob zu seinem übereifrigen Assistenten Schrammel (Curth Anatol Tichy), der sich gerne als Musterpolizist darstellt. Schrammel kann intellektuell nicht immer mit seinen Kollegen mithalten.
Paul Schremser (Walter Davy), der ein Bein durch Amputation verloren hat, wird später zum Dezernatsleiter berufen und dadurch Kottan vorgezogen, der sich zu dieser Zeit bei Ermittlungen im Ausland aufhält. Kottan setzt ihn anfangs als Assistenten ein, ist zu ihm jedoch viel freundlicher als zu Schrammel. Seine Krücke wird von Schremser mitunter als Maschinengewehr genutzt oder auch dazu verwendet, Flüchtige zu Fall zu bringen. Wenn die drei beruflich unausgelastet sind, musizieren sie in den Filmen der 1980er Jahre gemeinsam als „Kottans Kapelle“.
Polizeipräsident Alfred Pilch (Folge 3–6, gespielt von Harald von Koeppelle), dann Heribert Pilch (Folge 7–19, gespielt von Kurt Weinzierl) sorgt sich ständig um das Ansehen der Polizei. Seine größten Feinde sind in den ersten Folgen Stubenfliegen, bei deren Jagd er mehrmals aus dem Fenster stürzt. Später kämpft er oftmals mit einem Kaffeeautomaten, der von Major Kottan aufgestellt wurde. Pilch nimmt mit der Zeit immer mehr die Züge eines Geisteskranken an.
Die Leichen findet seit der Episode Wien-Mitte häufig der Sandler Erwin Drballa (Carlo Böhm), der auf verschiedene Arten mit Kottan in Kontakt tritt.
Das TV-Programm wird durch eine Fernsehansagerin (gespielt von der tatsächlichen Ansagerin Chris Lohner) geprägt, die gelegentlich das Programm kommentiert, sich an die Zuschauer wendet und immer wieder skurrile Mitteilungen macht – so etwa kündigt sie in der Folge Wien Mitte auf angeblich vielfachen Wunsch des Publikums die Wiederholung einer zehnminütigen Bildstörung an oder klopft zum Sendeschluss von innen gegen die Mattscheibe, um die verbliebenen (aber eingenickten) Zuschauer zur nachfolgenden Direktübertragung aus dem Pariser Cabaret Crazy Horse aufzuwecken, sich dann jedoch mit einem süffisanten „Des tät' euch so passen!“ zur Nacht verabschiedet.


Josef Hader als Privatdetektiv Simon Brenner (2000, 2004, 2009)


Die Sofa Surfers haben die Filmmusik zur Trilogie von Wolf Haas gemacht

Geboren am 14. Februar 1962 in Waldhausen im Strudengau/Oberösterreich erlangte Starruhm als Schauspieler erlangte Hader unter anderem durch die Rolle des Simon Brenner in den Verfilmungen der Brenner-Krimis von Wolf Haas (geb. am 14.12.1960 in Salzburg) unter der Regie von Wolfgang Murnberger. Bei den bisher erschienenen Brenner-Filmen Komm, süßer Tod (2000), Silentium (2004) und Der Knochenmann (2009) war Hader in Zusammenarbeit mit Haas und Murnberger auch als Drehbuchautor tätig.


„Kottans“ Bruder Willi Resetarits - Ostbahn-Kurti - Wea is ea und wos is ea zu Dia

Der Bruder des letzten Kottans Lukas Resetarits ist eine von Texter Günter Brödl im Scherz erfundene Kunstfigur, die ein öffentliches Eigenleben entwickelte. Personifiziert wurde sie ab 1983 bis zu ihrer vorläufigen Pensionierung 2003 vom Musiker Willi Resetarits, der die Kunstfigur Ostbahn seit August 2011 wieder mit Konzerten aufleben lässt.
1983 traf Günter Brödl auf Willi Resetarits, der zu diesem Zeitpunkt mit den Schmetterlingen gesellschaftskritischen Folk machte. Um die Authentizität seiner Kunstfigur zu steigern, inserierte Brödl Anzeigen wie: „Suche Ostbahn-Kurti-LPs!“ oder sprayte an Autobahnbrücken sein Graffiti „Kurt Ostbahn lebt!“ Brödl gab sich als Kurts Kontaktperson aus.


Rainhard Fendrich - I Am From Austria (2006)

Fendrich, geboren am 27. Februar 1955 in Wien, trat ab 1980 am Theater an der Wien auf, hatte einen seiner ersten Fernsehauftritte als Sänger in der ORF-Sendung Wir-extra zugunsten von Kindern in der dritten Welt und bekam den ersten Plattenvertrag. Im August 1981 landete er mit der Urlaubsbeziehungskiste „Strada del sole“ den österreichischen Sommerhit des Jahres.
1993 übernahm er nach Rudi Carrell die Moderation der ARD-Sendung Herzblatt.
1997 initiierte Fendrich ein Benefizkonzert zugunsten Obdachloser, bei dem er zusammen mit Wolfgang Ambros und Georg Danzer auftrat. Der überwältigende Erfolg führte dazu, dass dieses Team als Austria 3 (A3) bis 2006 auftrat.

Weus'd a Jerz Hast Wia a Bergwerk (Fendrichs Cover in den BR3-Studios von Claudia Koreck und Bernhard Fleischmann (2009)

Ben war so sehr fasziniert von diesem Duo. Daher haben wir auch kein Problem, mit einem Link auf das Duo mit dem Moderator des bayerischen Nachbarsenders hinzuweisen.


Udo Juergens - Ich weiss was ich will (1979)

Udo wurde am 30. September 1934 als Udo Jürgen Bockelmann in Klagenfurt geboren. Seit 2007 besitzt er neben der österreichischen auch die Schweizer Staatsbürgerschaft. Er ist einer der bedeutendsten Unterhaltungsmusiker des deutschen Sprachraums und stilistisch zwischen Schlager, Chanson und Popmusik einzuordnen.

Leider hat keiner der Hörer die aktuelle Dokumentation „Der Mann mit dem Fagott“ gesehen, was zum Teil an der Ermangelung eines Fernsehers lag, aber auch mit der gleichzeitigen Ausstrahlung des Bundesvision Song Contests begründet wurde.


Kurt Hauenstein – Supermax – Love Machine (1978)

Geboren am 14.01.1949 in Wien, dort auch gestorben am 20. März 2011.
Er war u.a. Mitgründer und Mitglied des Musikprojektes Supermax. Ende der 1960er-Jahre zog Hauenstein nach Frankfurt am Main, wo er bei diversen Funksessions spielte. Der Song Lovemachine entwickelte sich zum Disco-Klassiker und erreichte 1978 Platz 4 in Deutschland, Platz 6 in der Schweiz und Platz 9 in der österreichischen Hitparade.
Ben kannte sogar noch das Hotline-Rekording-Studio in der Nordendstraße 30.


DÖF – Deutsch-Österreichisches Feingefühl – Codo (1985)

DÖF war ein der Neuen Deutschen Welle zugeordnetes Projekt, bestehend aus Joesi Prokopetz, Manfred O. „Fredi“ Tauchen, Annette Humpe und Inga Humpe.
Ursprünglich war „DÖF“ 1983 nur der Titel der LP des „Projekts“ Tauchen-Prokopetz, welches in seiner Gesamtheit stilistisch eher der Kleinkunst denn der Popmusik zuzuordnen ist. Auch die überraschend zum Hit geratene Single CODO (... düse im Sauseschritt) erschien unter dem Namen Tauchen/Prokopetz. Vielleicht weil der „Bandname“ etwas sperrig war, vielleicht auch weil die Plattencovergestaltung nicht eindeutig genug geriet, setzte sich das prägnantere DÖF als Projektname durch. Im Zuge des großen Erfolges von CODO wurde bei späteren Auflagen der Single das Cover mit dem Zusatz DÖF versehen. Illustriert wurde das Plattencover von
Manfred Deix.



S.T.S. Fürstenfeld - Irgendwann bleib I dann dort (1985)

Das Trio S.T.S wurde 1978 durch Gert Steinbäcker, Günter Timischl und Schiffkowitz (eigentlich Helmut Röhrling) gegründet. Alle drei Musiker stammen aus der Steiermark, was immer wieder in ihren Liedern anklingt. Die drei spielen akustische Gitarre und singen die Refrains ihrer Lieder dreistimmig, was vom Stil her an Crosby, Stills and Nash erinnert.
Dagi muss sich korrigieren, wir hörten die Aussteigerhymne mit der Hommage an Griechenland und nicht – wie in der Sendung behauptet - „i will zrück nach Fürstenfeld“. LaLeLu verwies auf deren gelungenes Beatles-Cover „Da kummt die Sunn“.

S.T.S. Fürstenfeld – Da kommt die Sunn (1981)


Wolfgang Ambros - Es lebe der Zentralfriedhof (1975)

Wolfgang wurde am 19.03.1952 in Wolfsgraben, Niederösterreich geboren. Seine Karriere begann im Alter von 19 Jahren mit der Veröffentlichung des von Joesi Prokopetz geschriebenen Songs Da Hofa 1971. Das Lied stieg damals sofort von 0 auf 1 ein und blieb 8 Wochen auf dieser Position.


Falco - Wiener Blut (1988)

Falco - Junge Römer (1986 in der Alten Oper Frankfurt)

Johann Hölzel alias Falco (geb. am 19.02.1957 in Wien und gestorben am 6.02.1998 in der Dominikanischen Republik) wurde gelegentlich als „der erste weiße Rapper“ bezeichnet. Sein Titel Rock Me Amadeus erreichte als erstes und bisher einziges deutschsprachiges Lied die Spitze der US-Billboard-Charts.

Seine Musik war insbesondere in den Anfängen vom Zeitalter der New Wave und von der Neuen Deutschen Welle geprägt. Sie setzt zumeist Elemente wie Synthesizer, Sprechgesang und Beats im Bereich von 80 bis 120 bpm ein. In seiner musikalischen Laufbahn wechselte Falco mehrmals den Musikstil. Kurz vor der Veröffentlichung seines vorletzten Albums, Nachtflug, meinte Falco dazu: „Das ist jetzt meine siebente LP und ich bin das erste Mal stilsicher, denn ich habe keinen.

Falco und Drahdiwaberl
Nachdem Ganz Wien zu einem beliebten Song auf den Drahdiwaberl-Konzerten geworden war, wurde das Debütalbum der Band mit dem Namen Psychoterror produziert, auf dem dieser Song zu finden ist. 1983 nahm Falco zusammen mit seiner ehemaligen Band den Song Die Galeere auf. Bereits 1985 wurde der Österreicher Michael Patrik Simoner vom Drahdiwaberl-Bandleader Stefan Weber als Falco-Double entdeckt und mit einem Vertrag bedacht. Seit Falcos Tod tritt er als einziger von der Falco-Stiftung autorisierter Falco-Interpret mit seinen Shows Falco forever und A Tribute to Falco auf. Er arbeitet dabei teilweise auch mit Personen zusammen, die bereits Falco künstlerisch und organisatorisch zur Seite standen.


Hubert von Goisern - Hearst as nit (1992)

Hubert von Goisern (geb. am 17.11.1952 in Bad Goisern, Oberösterreich), eigentlich Hubert Achleitner, ist Liedermacher und Weltmusiker. Seine Mischung von Rockmusik mit Elementen traditioneller Volksmusik macht ihn zu einem der wichtigsten Vertreter Alpenrock. Der Künstlername „von Goisern“ spielt auf seinen Heimatort an.

Zusammen mit Wolfgang Ambros, Joesi Prokopetz, Manfred Tauchen gingen die Alpinkatzen 1991 auf die Watzmann-Tournee, eine Bühnenadaption des Hörspiels Der Watzmann ruft. Die Alpinkatzen tourten durch den gesamten deutschsprachigen Raum und wurden zu einer der erfolgreichsten Formationen des Alpenrock.


Ludwig Hirsch – Komm großer schwarzer Vogel (1987)

Geboren am 28. Februar 1946 in Weinberg/Steiermark, begann er 1978 begann mit seiner Karriere als Liedermacher mit kritischen, makaber-morbiden Texten. Hirsch moderierte außerdem die Radiosendung Siesta beim österreichischen Rundfunksender Ö3.

Die Autorin lernte auch diesen großen Künstler erst durch Tim Fischer kennen. Typisch für Hirschs Lieder sind Holzhammerhumor und Giftspritze, aber auch gebrochene, unverstandene Existenzen, weltfremde Wesen, Schattenbewohner, Opfer der bequemen Gesellschaft sowie Tote oder dem Tode Geweihte.



Opus - Live Is Life (1985)

Opus ist eine österreichische Rockband, die 1985 einen internationalen Nr.1-Hit mit dem Titel Live Is Life hatte. Auch in Deutschland war das die in dem Jahr am häufigsten verkaufte Single-Schallplatte.

Die Stuttgarter Band PUR hieß 1975 bis 1979 noch Crusade. 1980 verbunden mit Hartmut Englers deutschen Texten wurde der Gruppenname in Opus geändert. Nachdem die gleichnamige österreichische Band die Single Live is Life mit diesem eklatanten Erfolg veröffentlichte, änderte die deutsche Band ihren Namen in Pur.


Peter Alexander - Die süßesten Früchte fressen nur die grossen Tiere

Peter Alexander Ferdinand Maximilian Neumayer wurde am 30.06.1926 in Wien geboren und starb ebenda am 12.02.2011.
Von Mitte der 1950er bis Mitte der 1990er-Jahre gehörte er zu den populärsten Unterhaltungskünstlern im deutschsprachigen Raum. Es gab von 1963 bis 1996 zahlreiche Fernseh-Shows in Deutschland. Er war DER GROSSE PETER. Daher ist es müßig, an dieser Stelle noch irgendwelche Worte über diesen Jahrhundert-Meister zu verlieren.


Peter Cornelius & Werner Schmidbauer - Reif für die Insel (1982/2011)


Peter Cornelius wurde am 29.01,1951 in Hadersdorf-Weidlingau bei Wien geboren. Er nahm 1973 an dem Talentwettbewerb Showchance des ORF teil und gewann diesen mit dem Lied I leb auf aner Wolk'n. Anschließend war er Mitglied im Ensemble des Musicals "Hair", das in Hamburg und Berlin gastierte.
1980 hatte er mit „Der Kaffee ist fertig“ (produziert von Michael Cretu) seinen ersten Erfolg als Popsänger auch außerhalb seines Heimatlandes. 1981 nahm Cornelius an der deutschen Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest teil, wo er mit dem Titel Träumer, Tramps und Clowns den sechsten Platz unter zwölf Teilnehmern belegte. Mit dem Lied Du entschuldige, i kenn di und dem Album Zwei gelang ihm schließlich auch in Deutschland der endgültige Durchbruch (Song und Album ebenfalls von Michael Cretu produziert und arrangiert).

Reif für die Insel war sein Superhit in 1982, aber beim 2011er Auftritt von ihm und Werner Schmidtbauer
merkt man, dass das Stück noch nichts an Aktualität verloren hat

Mein Leben kost' mi mehr, als i verdien.
Mei' ganze Energie geht auf,
für Sachen, die i gar net brauch',
für Sachen ohne die i sicher glücklicher bin.
Und i wunder mi warum i no' da bin,
für's aussteig'n bin i scheinbar zu feig.
Und i frag mi warum i no' da bin,
zum aussteig'n bin i scheinbar zu alt.


Waterloo & Robinson – Das ist Hollywood von gestern (1974 und 2003)

Das Pop-Duo bestehend besteht aus Hans Kreuzmayr (Waterloo) und Josef Krassnitzer (Robinson, der nichts mit dem Ösi-Schauspieler Harald Krassnitzer & Kathrin Kramer zu tun hat).
1976 vertraten sie Österreich mit My Little World beim Eurovision Song Contest, wo sie den 5. Platz erreichten. 1978 drehten sie in Kenia den Film Wild Land, zu dem es auch eine LP mit dem Titel Wild, Wild Land gibt.


DJ Ötzi – Anton aus Tirol (1999)

Nur der Vollständigkeit halber…..
DJ Ötzi, am 7.01.1971 in St. Johann in Tirol als Friedle geboren, ist ein erfolgreicher Party-DJ, der auch im Dancefloorbereich tätig ist.


Marianne Mendt-Medley-Wie a Glockn-und Eurovision 1971

Marianne Mendt (am 29. September 1945 in Wien als Marianne Krupicka geboren) veröffentlichte 1972 die Langspielplatte "Gute Lieder sind wie Pistolen", welche von André Heller produziert wurde. Außerdem waren an diesem Album auch Georg Danzer, Robert Opratko und Richard Oesterreicher als Textdichter bzw. Komponisten beteiligt.
Mit dem Titel „Musik“ trat sie 1971 für Österreich beim Eurovision Song Contest in Dublin an, erreichte aber nur den 16. und damit drittletzten Platz.


Austrofred – Macho (Queens Having a good time)

Austrofred ist, in Anspielung auf Freddie Mercury, der Künstlername von Franz Adrian Wenzl (geboren 1976 in Steyr, Oberösterreich, nach eigenen Angaben ist er jedoch bereits 1970 geboren, nanana).
Er versteht sich "als einziger österreichischer Rockstar von internationalem Format". Bei seinen Auftritten singt er Austropop-Texte zu Queen-Melodien.
Ende 2005 erschien der Roadmovie Giving Gas. In diesem Film dokumentiert er die verzweifelten Versuche, die Prüfplakette ("Pickerl") für sein Auto zu bekommen. Bereits zuvor erschien das Fitness-Video „Fit mit Austrofred“.


Drahdiwaberl – Mulatschak in Deutschland (bei Bios Bahnhof)

Drahdiwaberl (DrehdichWeiberl) ist eine politisch orientierte Band, die 1969 von Stefan Weber in Österreich gegründet wurde. Der Name leitet sich von der wienerischen Bezeichnung für einen Kreisel ab. Laut Biolek die ewige Nachwuchsband. Stefan Weber, damals noch Student an der Akademie der Bildenden Künste Wien, war Mitwirkender bei den linksgerichteten Stundentenbewegungen der 68er Generation in Wien und wollte mit Drahdiwaberl ein bewusst linksgerichtetes Sprachrohr bilden. Das Brechen von Tabus und provokante Auftritte entwickelten sich im Laufe der Jahre gewollt zum Hauptausdrucksmittel.

Die linksorientierten Texte der Band bezogen sich quer durch die Schaffensjahre fast immer auf aktuelle politische Geschehnisse, immer mit einem Hauch Zynismus und schwarzem Humor. Themen, mit denen sich die Band immer wieder auseinandersetzt sind unter Anderem Rassismus in Österreich, die RAF (Baader-Meinhof-Gruppe), FPÖ und George W. Bush.
Musikalisch sind Drahdiwaberl schwer einzuschätzen, Grund dafür ist unter anderem die stetig wechselnde Bandbesetzung. Falco spielte anfangs als Bassist in dieser Band.


HMBC (Holstuonarmusigbigbandclub) – Vo Mello bis ge Schoppornou (2010)
ist eine österreichische Band der Neuen Volksmusik aus Vorarlberg, die 2003 gegründet wurde. Bekannt wurde sie durch dieses von Ben über den Kassettenrekorder abgespieltes Lied (hochdeutsch von Mellau bis nach Schoppernau). Die Musik der Gruppe ist eine Mischung aus vorarlbergerischer Volksmusik und modernem Pop mit Einflüssen aus Jazz, Reggae und Hip-Hop.
Sehr guter Tipp, Ben!


Austria 3 – I Bin from Austria

In der Sendung hörten wir das grandiose Hollies-Cover „Weusd' mei Freund bist“ (He aint heavy, he’s my brother). Aber der Live-Auftritt der 3 Freunde aus 2000 mit Fendrichs „I am from Austria“ soll die Retrospektive der Sendung beschließen.

Austria 3 ist übrigens eine Anspielung auf eine der ersten, billigsten und geradezu „gefürchteten“ filterlosen Zigarettensorten, die von den Austria Tabakwerken bis etwa Ende der 50er Jahre produziert wurde.
Die Gruppe ist der von Rainhard Fendrich initiierte Zusammenschluss mit den beiden österreichischen Popsängern Wolfgang Ambros und Georg Danzer, ursprünglich vorgesehen für eine einzige Benefizveranstaltung für Obdachlose. Der überwältigende Erfolg veranlasste die drei befreundeten Künstler, bis 2006 weiter zusammen aufzutreten. Im Juni 2007 verstarb Georg Danzer.

Gewinner waren sowohl Sendungsmacher als auch Anrufer. LaLeLu und Ben erhalten demnächst per Post den Sendungsmitschnitt sowie sämtliche ausgespielten Lieder (aber mit allen Tonstörungen, die solch marode Stücke mit sich bringen).


Und hier die Punktenotation der 7 Ösi-Musik-Kenner:

1) LaLeLu (Thorsten, während der Arbeit): 57 Punkte
2) Ben (freudig-eifrig): 54 Punkte
3) Matthias/HG: 6 Punkte
4) Jan/Bad Vilbel: 5 Punke
5) Markus (Backoffice von Dagi): 4 (Verbesserungs-)Punkte
5) Rainer (Bruder von Dagi): 4 (inkl. Begrüßungs-)Punkte)
6) Frank/Sindlingen (anschließend mit Geschenken im Studio): 2 Punkte
6) Meistah Tomas (bei der Vorbereitung der Nachfolgesendung): 2 Punkte

Kommentare:

hausmeistah hat gesagt…

da hat aber jemand mal wirklich viel Zeit gehabt. Hut ab für diese umfangreiche und damit bestimmt längste Sendungsbegleitende Dokumentation EVER!

DuckyFrankfurt hat gesagt…

Viel Zeit genommen trifft eher zu. Danke fürs "Hut lüften". Wenn 2 Leser draufschauen, hat es sich schon gelohnt!!!